Sommerglut - Morris Morton


Rahmen Rahmen
Rahmen Rahmen
Rahmen Rahmen Rahmen





Valid HTML 4.01!

Valid CSS!

"Schau hinüber." sagte er. "Er wird heute Abend nicht mehr dort stehen. Er hat ein Pferd. Das Pferd trägt ihn fort. Er braucht das Pferd. Er hat die Waffe, um sich zu wehren, um sich die anderen vom Leib zu halten. Das war früher so im Wilden Westen. Heute ist es immer noch genauso. Nur die Formen haben sich geändert. Meinst du nicht auch?"

"Ich weiß nicht" sagte sie. "Ich weiß nicht."

"Es ist doch ganz einfach." meinte er. "Wir sind mit meinem Auto hergekommen. Da unten ist es. Es ist blau und hat sechzig Pferdestärken."

Irgendwie musste es eine Verbindung zwischen dem Pferd und dem Auto geben. So dachte sie jedenfalls. Sie verstand trotzdem nicht, was er meinte.

"Mein Auto hat sechzig Pferdestärken. Ich brauche es genauso wie dieser Reiter dort drüben sein Pferd. Und meine Waffe ist kein Colt, sondern mein Mundwerk. Es ist auch eine Distanzwaffe. Es wirkt auf andere. Es muss immer auf der Hut sein. Es muss schnell ziehen, schnell schießen und gut treffen. Die verletzenden Gefühle aus dem Munde eines Menschen können oft schlimmer sein, als eine Kugel aus einem Colt. Der Hass, der Neid, oft schlimmer als eine tödliche Schusswunde. Es schlägt härter auf. Es wirkt zwar nicht physisch tödlich, aber oft psychisch. Verstehst du, was ich meine? Es ist genau wie früher. Die Menschen haben sich nicht geändert, nur die Formen."

Eine Seite zurückblättern49Eine Seite vorwärtsblättern